Digitalbonus Bayern: wer ihn bekommt, wie viel es gibt, wie der Antrag läuft
Der Digitalbonus Bayern erstattet kleinen gewerblichen Unternehmen bis zu 50 % der Kosten eines Digitalisierungsvorhabens: bis zu 7.500 Euro im Digitalbonus Standard, bis zu 30.000 Euro im Digitalbonus Plus. Beantragt werden muss, bevor etwas bestellt ist.
Stand: Oktober 2026 · Escalt GmbH, Reichertshausen
Wer antragsberechtigt ist
Gefördert werden kleine Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einer Betriebsstätte in Bayern: weniger als 50 Mitarbeitende und höchstens 10 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme.
Nicht antragsberechtigt sind Freie Berufe — Arztpraxen, Kanzleien und Steuerberatungen —, auch wenn das Vorhaben inhaltlich passen würde. Ein Pflegedienst oder ein Gesundheitszentrum in der Rechtsform einer GmbH kann dagegen antragsberechtigt sein.
Wie hoch der Zuschuss ist
Bis zu 50 % der förderfähigen Kosten: bis zu 7.500 Euro beim Digitalbonus Standard und bis zu 30.000 Euro beim Digitalbonus Plus. Vorhaben mit weniger als 4.000 Euro förderfähigen Kosten sind ausgeschlossen.
Ein Rechenbeispiel: Von 10.000 Euro förderfähigen Kosten trägt der Digitalbonus Standard bis zu 5.000 Euro; die Obergrenze von 7.500 Euro ist bei 15.000 Euro erreicht.
Welche der beiden Stufen für ein Vorhaben in Frage kommt, regelt das Programm selbst; die Bedingungen stehen auf der Programmseite des Freistaats. Das Programm läuft bis zum 31. Dezember 2027.
Was gefördert wird — und was nicht
Gefördert werden Digitalisierungsprojekte, also die Umsetzung. Reine Beratungs- und Schulungsleistungen sind nicht förderfähig. Sie zählen nur mit, wenn sie zu einer tatsächlich eingeführten Lösung gehören — und auch dann höchstens mit 50 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben.
Wer ohnehin etwas umsetzen will, nimmt Beratung und Schulung deshalb von Anfang an mit in den Antrag, statt sie später separat zu beauftragen.
Der Ablauf in der richtigen Reihenfolge
- Erst klären, ob das Vorhaben förderfähig ist. Escalt prüft das im Erstgespräch.
- Dann den Antrag stellen — bevor beauftragt wird. Das Vorhaben darf noch nicht begonnen sein, und ein verbindlicher Auftrag gilt bereits als Beginn.
- Einreichen muss das Unternehmen selbst, über sein ELSTER-Unternehmenskonto; das ist Vorgabe des Förderprogramms. Escalt unterstützt bei der inhaltlichen Vorbereitung.
Der Fehler, der sich nicht mehr beheben lässt, ist die Reihenfolge: erst unterschreiben, dann an die Förderung denken.
Welche Behörde zuständig ist
Bewilligungsbehörde ist die Regierung des Regierungsbezirks, in dem das Unternehmen sitzt: für München, Pfaffenhofen und Ingolstadt die Regierung von Oberbayern, für Augsburg die Regierung von Schwaben, für Regensburg die Regierung der Oberpfalz, für Nürnberg die Regierung von Mittelfranken und für Würzburg die Regierung von Unterfranken.
Was Escalt dabei übernimmt — und was nicht
Escalt prüft im Erstgespräch die Förderfähigkeit und bereitet den Antrag inhaltlich mit vor. Einreichen muss ihn das Unternehmen. Und wenn ein Vorhaben nicht förderfähig ist — weil es reine Beratung ist oder weil Freie Berufe nicht antragsberechtigt sind —, erfahren Sie das vor dem Auftrag statt nach der Ablehnung. Für Betriebe aus dem Handwerk steht mehr dazu auf der Seite Digitalisierung für Handwerksbetriebe.
Häufige Fragen
Kann ich den Digitalbonus beantragen, nachdem ich den Auftrag erteilt habe?
Nein. Das Vorhaben darf bei der Antragstellung noch nicht begonnen sein, und ein verbindlicher Auftrag gilt bereits als Beginn.
Bekommen Freie Berufe den Digitalbonus Bayern?
Nein. Freie Berufe — Arztpraxen, Kanzleien, Steuerberatungen — sind vom Digitalbonus Bayern ausgeschlossen. Ein Pflegedienst oder ein Gesundheitszentrum in der Rechtsform einer GmbH kann dagegen antragsberechtigt sein.
Ist eine Beratung oder eine Schulung förderfähig?
Nur im Zusammenhang mit einer eingeführten Lösung. Für sich genommen ist sie von der Förderung ausgeschlossen; gehört sie zu einem Umsetzungsprojekt, zählt sie mit bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben mit.
Wer stellt den Antrag?
Das Unternehmen selbst, über sein ELSTER-Unternehmenskonto — das ist Vorgabe des Förderprogramms. Escalt unterstützt bei der inhaltlichen Vorbereitung.
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Ist Ihr Vorhaben förderfähig?
Das lässt sich im Erstgespräch klären — 15–30 Minuten, kostenlos, und bevor Sie etwas beauftragen.
Mo–Fr, 9:00–17:00 Uhr · Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags · auf Deutsch, Englisch, Russisch oder Ukrainisch
Escalt GmbH · Scheyerer Str. 10, 85293 Reichertshausen (Landkreis Pfaffenhofen) — rund 45 km nördlich von München